Mehr PV durch intelligente Nutzung vorhandener Netzkapazitäten
Der weitere Ausbau der Photovoltaik wird zunehmend dadurch begrenzt, dass an vielen Umspannwerken auf Basis der statischen Kennwerte nicht ausreichend Anschlusskapazität zur Verfügung steht. Gleichzeitig wird die jeweilige Nennleistung der Transformatoren über das Jahr hinweg nur in wenigen Zeiten vollständig genutzt. Grund dafür ist die zugrundeliegende Worst-Case-Auslegung im Gegensatz zu den unterschiedlichen zeitlichen Verläufen von Stromverbrauch, Windenergie- und Photovoltaikerzeugung.
Intelligente Batteriespeicher können dazu beitragen, diese zeitlichen Unterschiede zu nutzen und gleichzeitig das Umspannwerk zu entlasten. Sie können Energie in Stunden mit lokalen PV-Überschüssen aufnehmen und in anderen Stunden wieder abgeben. Dadurch können Einspeisespitzen am Transformator begrenzt und die vorhandene Transformatorleistung zeitlich besser genutzt werden.
Die vorliegende Kurzstudie untersucht, wie viel zusätzliche Photovoltaikleistung an bestehenden Umspannwerken zwischen Mittel- und Hochspannung durch den Einsatz von Großbatteriespeicher in Umspannwerken ermöglicht werden kann. Im Fokus steht dabei die Fragestellung, inwieweit die Fahrweise des Batteriespeichers die Auslastung und somit grenzwertüberschreitende Abregelungen der zugebauten PV-Erzeugung reduzieren kann.