Der neue Campus des Fraunhofer IEE

Gemeinsam forschen unter einem Dach

Seit Mai 2022 arbeiten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am neuen Fraunhofer IEE Campus, Joseph-Beuys-Straße 8.
Die bisher über die Stadt verstreuten Standorte sind erstmals unter einem Dach vereint.

Durch Desksharing und remotes Arbeiten aus dem Homeoffice können die 450 Mitarbeitenden auf 5.350 m2 Bürofläche flexibel und effizient zusammen arbeiten und teilen sich dabei 320 Arbeitsplätze im Neubau. Darüber hinaus stehen den Fachabteilungen im Technika auf 2.150 m2 unterschiedliche Labore zur Verfügung.

Dronenflug-Video über das neue Fraunhofer IEE Campus

Förderung

Förderung des Neubaus Fraunhofer IEE

Ein nachhaltiges Energiekonzept

Investitionsvolumen

rund 60 Mio. Euro
von Bundesforschungsministerium
und Land Hessen

Dezentrale
Lüftungsgeräte

4-geschossiger
Baukörper

rund 7.600 Quadratmeter
Nutzfläche für
etwa 320 Mitarbeitende

Dezentrale
Lüftungsgeräte

220 kW Wärmepumpe als Wärmeerzeuger

Heizen und Kühlen
intelligent kombiniert

Der 600 m³ Eisspeicher nutzt die Abwärme des Rechenzentrums. Im Bürotrakt werden die Betondecken durch ein Leitungsnetz mit temperiertem Wasser durchströmt. Über Wärmepumpen ermöglicht dies im Sommer eine Kühlung und im Winter eine Heizung.

Spitzenlasttherme
600 kW

Aus wirtschaftlichen Gründen wird der Eisspeicher in Spitzenlastzeiten durch Gasbrennwertkessel unterstützt.

Dezentrale
Lüftungsgeräte

Baufortschritt Neubau Fraunhofer IEE

Eine neue Forschungs- und Entwicklungsumgebung

Neben dem Kasseler Hauptbahnhof baut die Fraunhofer-Gesellschaft eine neue Forschungs- und Entwicklungsumgebung für etwa 320 Mitarbeitende des Fraunhofer-Instituts für Energiewirtschaft und Energiesystemtechnik IEE. Das Investitionsvolumen von rund 60 Mio Euro tragen je zur Hälfte das Bundesforschungsministerium und das Land Hessen.

Mit dem Spatenstich im September 2017 wurde der Neubau offiziell gestartet und das Gelände zunächst auf Bodenbelastungen wie z.B. Kampfmittelreste untersucht. Das damit beauftrage Unternehmen ist im Sommer 2018 unerwartet insolvent gegangen. Aufgrund der erforderlichen Neuvergabe des Auftrages kam es zu einem Stillstand bis September 2018. Durch diese Verzögerungen und die Covid-Pandemie hat sich die Fertigstellung des Gebäudes und die Inbetriebnahme auf Anfang 2022 verschoben.

Um Fraunhofer genügend Platz auch für die weitere Entwicklung des Instituts zu ermöglichen, hat die Stadt Kassel das ehemalige Zollgelände nördlich des Hauptbahnhofs als Baugebiet entwickelt.

Durch den gestalterisch, bauphysikalisch und energetisch zukunftsorientierten Neubau nach einem Entwurf des Architekten Günter Schleiff vom Büro HHS Planer und Architekten in Kassel soll eine direktere Kommunikation und Abstimmung die Effizienz in der Zusammenarbeit der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler fördern.  

In dem 4-geschossigen Baukörper mit einer Nutzfläche von rund 7.600 Quadratmeter entstehen neben Büros und Seminarräumen ein großes Technikum und mehrere Fachlabore.

Mit einer 220 kW Wärmepumpe als Wärmeerzeuger und einem 600 m³ Eisspeicher wird in dem Institutsneubau ein nachhaltiges Energiekonzept verfolgt. Als Spitzenlastkessel und als Redundanzsystem dient eine gasbefeuerte 600 kW Kaskade mit Brennwertthermen. Die Kühlung im Sommer erfolgt über eine zentral geregelte Betonkerntemperierung mit Speisung aus dem Eisspeicher. Dezentrale Lüftungsgeräte führen Frischluft zu.

Copyright: André Rauchhaupt

Copyright: André Rauchhaupt

Richtfest

Richtfest
© Fraunhofer IEE | Uta Werner
Richtfest
© Fraunhofer IEE | Uta Werner

© Fraunhofer IEE | Harry Soremski
Spatenstich Fraunhofer-Institut, (v.l.n.r.) Prof. Dr. Clemens Hoffmann (Institutsleiter Fraunhofer IEE), Prof. Dr. Reimund Neugebauer (Fraunhofer-Präsident), Volker Bouffier (Hessischer Ministerpräsident), Christian Geselle (Oberbürgermeister)

Spatenstich für neuen Fraunhofer-Institutsbau in Kassel

Mit dem Spatenstich am 20. September 2017 haben Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier, Kassels Oberbürgermeister Christian Geselle, Fraunhofer-Präsident Prof. Dr. Reimund Neugebauer und Institutsleiter Prof. Dr. Clemens Hoffmann den Baubeginn für den Neubau des Fraunhofer-Instituts in Kassel gestartet. Bis 2020 entsteht neben dem Hauptbahnhof eine Forschungs- und Entwicklungsumgebung für etwa 320 Mitarbeitende. Das Investitionsvolumen von rund 60 Mio Euro tragen je zur Hälfte das Bundesforschungsministerium und das Land Hessen.

 

Energiewirtschaft und Energiesystemtechnik – in diesen Geschäftsbereichen forscht das Kasseler Fraunhofer-Institut. An den vier Standorten im Stadtgebiet sind inzwischen über 350 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter tätig, 2008 waren es 180. Der Betriebshaushalt stieg im gleichen Zeitraum von rund 10 Mio Euro auf knapp 23 Mio Euro. Dieser erfolgreichen Entwicklung wird mit dem neuen Institutsgebäude nördlich des Kulturbahnhofs Rechnung getragen.

Um Fraunhofer genügend Platz auch für die weitere Entwicklung zu ermöglichen, hat die Stadt Kassel das ehemalige Zollgelände nördlich des Hauptbahnhofs als Baugebiet entwickelt. »Die Entwicklung des Areals am ehemaligen Güterbahnhof ist eines der großen Konversionsprojekte der vergangenen Jahre im Kasseler Stadtgebiet«, erklärte Oberbürgermeister Christian Geselle. »Ich bin davon überzeugt, dass die Entscheidung der Fraunhofer-Gesellschaft – auf dem Areal die derzeit noch im Stadtgebiet verteilten Einrichtungen in einem zukunftsorientierten Institut zusammenzuführen – der gesamten Kasseler Stadtentwicklung nachhaltig zu Gute kommt.«

Durch den gestalterisch, bauphysikalisch und energetisch zukunftsorientierten Neubau nach einem Entwurf des Architekten Günter Schleiff vom Büro HHS Planer und Architekten in Kassel soll eine direktere Kommunikation und Abstimmung die Effizienz in der Zusammenarbeit der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler fördern. In dem 4-geschossigen Baukörper mit einer Nutzfläche von rund 7.600 Quadratmeter entstehen neben Büros und Seminarräumen ein großes Technikum, mehrere Labore sowie ein »Energy Transition Hub«. Für die nationale Energiewende und die Begleitung und Vernetzung internationaler Energiesystemtransformationen werden in dem multifunktionalen Raum des Energy Transition Hub Datenströme der sektorübergreifenden Energiesysteme Strom, Wärme und Verkehr zusammengeführt, analysiert sowie Systemoptionen entwickelt und erforscht.

Mit einer 220 kW Wärmepumpe als Wärmeerzeuger und einem 600 m³ Eisspeicher wird in dem Institutsneubau ein nachhaltiges Energiekonzept verfolgt. Als Spitzenlastkessel und als Redundanzsystem dient eine gasbefeuerte 600 kW Kaskade mit Brennwertthermen. Die Kühlung im Sommer erfolgt über eine zentral geregelte Betonkerntemperierung mit Speisung aus dem Eisspeicher. Dezentrale Lüftungsgeräte führen Frischluft zu. »Wir entwickeln Lösungen für die Herausforderungen bei der Transformation der Energiesysteme und setzen diese konsequenterweise auch im neuen Forschungsgebäude um«, betont Institutsleiter Prof. Dr. Clemens Hoffmann.

Neue Kompetenzfelder etablieren

Die Systemkopplung von Strom, Wärme, Gas und Verkehr ermöglicht die notwendige Flexibilisierung von Erzeugung und Bedarf in einem System mit stark volatilen Komponenten. Daher wurde in den vergangenen beiden Jahren das neue Kompetenzfeld Energieverfahrenstechnik im Institut etabliert. Als zweite bedeutende Erweiterung gilt es nun, das Kompetenzfeld Gebäude, Quartiere, Wärme und Kälte auszubauen.

»Das Forschungsmodell ›Energiesystem Stadt‹ hat eine besondere Bedeutung für viele Industriezweige in Hessen. Wir profitieren von den außerordentlichen Kompetenzen des Fraunhofer IEE in der nachhaltigen Stadt- und Regionalentwicklung und werden das Institut auch in den kommenden Jahren bei der Umsetzung innovativer Lösungen für die erneuerbare Energieversorgung, für mehr Energieeffizienz und intelligente Stromnetze unterstützen«, bekräftigte Ministerpräsident Volker Bouffier.

»Die Kasseler Fraunhofer-Forscher haben sich als zentrale Spieler der Energieforschung in Deutschland und in der Fraunhofer-Gesellschaft etabliert«, sagte Fraunhofer-Präsident Prof. Dr. Reimund Neugebauer. »Mit seinen Forschungsschwerpunkten Energiewirtschaft und Energiesystemtechnik hat sich das Institut auch durch die wohlwollende Unterstützung des Landes Hessen und die guten Standortbedingungen in der Energieforschung in Deutschland zu einem etablierten und wichtigen Ansprechpartner für Politik, Wirtschaft und Gesellschaft entwickelt«.

Katja Davar, Globe of Glass (2022)

Katja Davars Globe of Glass ist ein labyrinthisches Bodenmosaik aus Kreisen und Keilschrift-Zeichen – eine „begehbare Zeichnung“ (K.D.), in der man sich spielerisch bewegen kann.

Katja Davars Globe of Glass ist ein labyrinthisches Bodenmosaik aus Kreisen und Keilschrift-Zeichen – eine „begehbare Zeichnung“ (K.D.), in der man sich spielerisch bewegen kann.