/  1.8.2014  -  31.8.2017

Netzschutz in stromrichterdominierten Netzen (NEDO)

Auftraggeber Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi)
Laufzeit 01.08.2014 - 31.08.2017
Bearbeiter Wolfram Heckmann, Thorsten Reiman

 

Eine zunehmend dezentrale Energieerzeugung benötigt neue Techniken für einen effektiven Netzschutz im Verteilnetz. Ziel des Forschungsprojekts Netzschutz in stromrichterdominierten Netzen (NEDO) ist es, die Anforderungen des Netzschutzes bei einem hohen Anteil dezentraler Einspeisungen zu bestimmen. Im Fokus stehen dabei stromrichtergekoppelte Erzeugungsanlagen wie zum Beispiel PV-Anlagen. Das Projekt wird am Fraunhofer IWES in Kassel durchgeführt, Projektleiter des Vorhabens NEDO ist Wolfram Heckmann.

Mit der Energiewende werden im deutschen Stromnetz vermehrt Einspeisungen aus dezentralen Erzeugungsanlagen stattfinden. Diese Energie wird im Regelfall mit erneuerbaren Energieträgern wie Sonne oder Wind erzeugt. Aufgrund ihrer dezentralen Lage – die Erzeuger befinden sich nicht in der Nähe der größten Lasten, sondern an demjenigen Ort mit den besten Wetterbedingungen – und der fluktuierenden Erzeugung muss sich das Netz neuen Herausforderungen stellen.

Um die Veränderungen im Verteilungsnetz, bezogen auf die Anforderungen des Netzschutzes, bei einem hohen Anteil dezentraler Einspeisung aufzeigen zu können, konzentrieren sich die Forscher im Wesentlichen auf zwei Aspekte. Einerseits wollen sie die Kurzschlussstrombeiträge marktüblicher Stromrichter für unterschiedliche Fehlerarten messtechnisch erfassen und für den Einsatz in der Netzplanung und bei der Netzberechnung aufarbeiten. Andererseits möchten sie die Machbarkeit eines neuen Verfahrens zur Kompensation von Erdschlussströmen untersuchen und die Auswirkungen auf den Netz- und Anlagenbetrieb darstellen.

Die ersten Ergebnisse werden Ende 2015 erwartet.