/  1.9.2008  -  28.2.2011

Smart House / Smart Grid

G. Heusel, Dr. D. Nestle, Dr. J. Ringelstein (Projektleiter), P. Selzam, Dr. P.Strauß

Partner: ECN, MVV, NTUA-ICCS, PPC Griechenland, SAP
Förderung: EU
Laufzeit: 1.9.2008 - 28.2.2011
Bearbeiter:

Gerd Heusel, Dr. David Nestle, Dr. Jan Ringelstein (Projektleiter), Patrick Selzam, Dr. Philipp Strauß


Gegenwärtig sind Gebäude und Energieanlagen im Bereich der Privathaushalte und kleinerer Gewerbebetriebe nicht in Leit- und Regelungssysteme der elektrischen Energieversorgung eingebunden. Das begrenzt die effiziente Nutzung von Energie stark, da hierdurch das Potenzial nicht berücksichtigt wird, das Privathaushalte, Bürogebäude und andere gewerbliche Bauten als intelligent vernetzte Systeme bieten könnten.

Das Projekt SmartHouse/SmartGrid führt ein ganzheitliches Konzept für intelligente Gebäude und ihre Ein-bindung in ihr weiteres Umfeld ein, das diese Potenziale nutzbar machen soll. Basierend darauf wird Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) für die kombinierte technische und wirtschaftliche Aggregation von intelligenten Gebäuden entwickelt. Diese sollen in die Lage versetzt werden, mit Kunden und Energieanlagen im lokalen Netzabschnitt zu kommunizieren, zu interagieren und Verhandlungen zu führen. Ziel ist es, ein Maximum an Gesamtenergieeffizienz zu erreichen. Die verwendete Technologie soll auf der Nutzung von vorhandenen offenen Industriestandards sowohl aus dem IKT- als auch dem Energiebereich beruhen. Außerdem sollen Kommunikations- und Informationsverarbeitungssysteme verwendet werden, die bereits breiten Einsatz im privaten und gewerblichen Umfeld gefunden haben. Die SmartHouse/SmartGrid-Technologie soll in drei unterschiedlichen Ländern in Feldtests erprobt werden. Basierend darauf wird das Projekt eine Roadmap hin zur Massenanwendung definieren.

Das Projekt wird von SAP koordiniert. SAP entwickelt Konzepte für Energieversorgungsunternehmen zur Verwaltung einer großen Anzahl von Netzkunden, die sich aktiv an einem Energiemanagement beteiligen. Das Bidirektionale Energiemanagement-Interface (BEMI) der Fraunhofer IEE (ehemals Fraunhofer IWES), der PowerMatcher von ECN und das MAGIC von ICCS werden für den europäischen Einsatz weiterentwickelt. Hierbei untersucht Fraunhofer IEE insbesondere die standardisierte Anbindung des dezentralen Energiemanagements an die Softwaresysteme der Energieversorger.