/  1.1.2017  -  31.12.2020

C/Sells

Großflächiges Schaufenster im Solarbogen Süddeutschland

Projektpartner ads-tec GmbH, Bayernwerk AG, CUBE Engineering GmbH - Part of Ramboll, DB Energie GmbH, Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V. (DLR), devolo AG, Dr. Langniß - Energie & Analyse,
EAM Energie GmbH, EEBus Initiative e.V., Ehoch4 GmbH, EnBW Ostwürttemberg DonauRies AG, Energiedienst Holding AG, Forschungsstelle für Energiewirtschaft e.V., Fichtner IT Consulting GmbH, Flughafen Stuttgart GmbH, Forschungsgesellschaft für Energiewirtschaft mbH, Fraunhofer IAO, Fraunhofer ISE, Fraunhofer ISI, FZI Forschungszentrum Informatik, Hochschule Offenburg, ​​​​Hochschule Ulm, House of Energy e.V., IDS GmbH, ISC Konstanz e.V., Karlsruher Institut für Technologie (KIT), Lechwerke AG, Limón GmbH, Lumenion GmbH, meteocontrol GmbH, MVV Energie AG, Netze BW GmbH, Netze Mittelbaden GmbH, Next Kraftwerke GmbH, Öko-Institut e.V., OLI Systems GmbH, Ostbayerische Technische Hochschule Regensburg, Die Power Plus Communications AG, Schleupen AG, Seven2one Informationssysteme GmbH, Smart Grids-Plattform Baden-Württemberg e.V., Städtische Werke Netz + Service GmbH, Stadtwerke München GmbH, Stadtwerke Schwäbisch Hall GmbH, Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm Netze GmbH, TenneT TSO GmbH, TransnetBW GmbH, Technische Universität München, Universität Kassel, Universität Konstanz, Institut für Arbeitswissenschaft und Technologiemanagement IAT, Institut für Energieübertragung und Hochspannungstechnik (IEH), Universität Stuttgart, Venios GmbH, WIRCON GmbH, WOLFF & MÜLLER ENERGY GMBH, Bayerisches Zentrum für Angewandte Energieforschung e. V. (ZAE Bayern), Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW)
Förderer Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi)
Projektlaufzeit 01.01.2017  -  31.12.2020
Bearbeiter David Nestle (Gesamtprojektleitung), Alexander Dreher, Katharina Habbishaw, Michael Krause, Jan Kaiser, Sven Liebehentze, Frank Marten, Christoph Nölle, Jan Lapp, Christian Töbermann, Sebastian Wende-von-Berg

 

C/sells: Großflächiges Schaufenster im Solarbogen Süddeutschland

Das Fraunhofer IEE in Kassel arbeitet in »C/sells: Großflächiges Schaufenster im Solarbogen Süddeutschland« mit. C/sells entstand auf Initiative der Smart Grids-Plattform Baden-Württemberg e.V., der Forschungsstelle für Energiewirtschaft e.V. München und des Energieversorgers EAM und umfasst Demonstrationsbausteine aus Baden-Württemberg, Bayern und Hessen. Im C/sells-Konsortium haben sich Partner aus den Bereichen Energiedienste und Netze, Betreiber und Hersteller, Wissenschaft und Transfer zusammengefunden.

C/sells wird demonstrieren, wie die intelligente Energieversorgung der Zukunft aussieht: zellulär, vernetzt, partizipativ, nachhaltig und komfortabel. Mit einem Projektvolumen von ca. 100 Mio. € werden dazu rund 50 Partner aus Industrie, Energiewirtschaft und Wissenschaft innerhalb der nächsten vier Jahre dezentral verbundene Energiesysteme in Baden-Württemberg, Bayern und Hessen demonstrieren. Bereits heute wird etwa die Hälfte der solaren Stromerzeugung in Süddeutschland produziert und in vielfältigen Anwendungen eingesetzt. Die mittelständisch geprägte Industrie und auch die aktiven Haushalte sind dankbare Abnehmer und oft auch findige Veredler dieses Solarstromes. Gerade deshalb macht es Sinn, diese Region als Vorbild für Lösungen in ganz Deutschland zu sehen und zur Modellregion für die dezentrale Energiewende zu etablieren.

Das Fraunhofer IEE in Kassel ist einer der 50 Projektpartner von C/sells und wird mit einem Energiemanagementsystem elektrische und thermische Anlagen mit den Möglichkeiten der neuen intelligenten Messsysteme verknüpfen, die in Zukunft gesetzlich verbindlich zum Einsatz kommen (Smart Metering). »Wir wollen eine Plattform bereitstellen, mit der die speziellen Anforderungen jedes Gebäudes beim Energiemanagement sehr effizient umgesetzt und individuelle Mehrwertdienste beim Smart Metering angeboten werden«, so Dr. David Nestle, Projektleiter am Fraunhofer IEE.

Das Fraunhofer IEE ist in mehreren Demontstrationsprojekten von C/Sells eingebunden: Am Flughafen Stuttgart wird mittels des Betriebssystems OGEMA für automatisiertes Energie und Gebäudemanagement (ogema.org) ein Flexibilitätsmanagement praktisch erprobt. In der IKT-Siedlung Hohentengen wird diese Energiemanagement-Lösung die Regelungstechnik der Energieerzeugungsanlagen und die Steuerung der Verbraucher übernehmen. Zusammen mit EAM EnergiePlus GmbH wird ein Energiemanagement für flexible Strom- und Wärmeerzeugung in einem virtuellen Kraftwerk entwickelt, so dass die Flexibilität auch für Netzbetreiber in lokalen Flexibilitätsmärkten für Netzdienstleistungen nutzbar gemacht werden kann.

»Eine weitere wichtige Fragestellung ist die Umsetzung der vertikalen und horizontalen Regelungskaskade über verschiedene Netzbetreiber auf allen Netzebenen. Geeignete Schnittstellen und ein abgestimmter Austausch von Systemdienstleistungen zwischen den Leitsystemen von benachbarten Netzbetreibern ist eine wichtige Weiterentwicklung für den zukünftigen stabilen und effizienten Netzbetrieb«, erläutert Prof. Dr.-Ing. Martin Braun, Leiter der Abteilung Betrieb Verteilungsnetze. Zur Analyse und Demonstration wird die Test- und Simulationsplattform OpSim eingesetzt.