/  1.9.2017  -  31.8.2020

Transformationspfade im Wärmesektor

Betriebs- und volkswirtschaftliche Betrachtung der Sektorkopplung mit dem Fokus Fernwärme mit hohenAnteilen konventioneller KWK-Erzeugung und Rückkopplung zum Gesamtenergieversorgungssystem.

Partner Fraunhofer IEE mit dem VKU als assoziiertem Partner und einem Begleitkreis von 10 Stadtwerken
Förderer BMWi
Projektlaufzeit 01.09.2017-31.08.2020
Bearbeiter Norman Gerhardt, Britta Zimmermann, Irina Ganal, Dr. Anna Kallert, Alexander Dreher, Dr. Mareike Jentsch, Dr. Juan Rodriguez, Kilian Stroh

 

Projekt-Ziel

Die Gebäudewärmeversorgung Deutschlands stellt aufgrund ihrer Größe und der langlebigen und trägen Infrastrukturen eine zentrale Herausforderung und einen entscheidenden Hebel für Klimaschutzmaßnamen dar. Für das Jahr 2030 bestehen übergeordnete Klimaziele für Europa und in Deutschland zusätzlich konkrete Sektorziele wobei die direkten Emissionen des Gebäudesektors um -66 % verringert werden sollen. Für das Jahr 2050 müsste mit dem internationalen Klimavertrag ein Emissionsziel von -95% THG angestrebt werden, wobei für den Gebäudesektor dann faktisch keine Emissionen mehr verbleiben und so ein klimaneutraler Gebäudesektor erreicht wird. Mit diesem Hintergrund steht die Frage im Mittelpunkt wie die Transformation des Wärmesektors in Rückkopplung mit Gesamtenergieversorgungssystem (möglichst kosteneffizient) ermöglicht werden kann.

Dieses Vorhaben zielt darauf, eine Brücke zwischen den Anforderungen einer erfolgreichen Energiewende und der Ausgestaltung der Sektorkopplung generell aus volkswirtschaftlich optimaler Sicht und den bislang größtenteils konventionell aufgestellten und unter betriebswirtschaftlichen Rahmenbedingungen betriebenen Fernwärmesystemen zu schlagen. Die Ergebnisse sollen zum einen näher an die Bedingungen der Realität herangerückt werden, zum anderen soll Fernwärmebetreibern neben dem Zugang zu den generellen Ergebnissen auch eine konkrete betriebswirtschaftliche Beurteilung von Transformationspfaden für ihr individuellen Systeme ermöglicht werden.

Dafür sind im Wesentlichen zwei Maßnahmen erforderlich:

1. Analyse der Fernwärme-Transformation auf nationaler volkswirtschaftlicher Ebene
2. Unterstützung der langfristigen Planung und Investitionsentscheidung