/  1.11.2015  -  30.6.2018

ReBi 2.0 - Regelung der Gasproduktion von Biogasanlagen

Partner Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst (HAWK) Fachgebiet NEUTec, FLEXBIO Technologie, Börger, LHL, LLH
Förderung FNR e.V. im Auftrag des Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL)
Laufzeit 01.11.2015 - 30.06.2018
Bearbeitende Dr. Henning Hahn (Projektleiter), Frank Schünemeyer, Lena Vogel, Eric Wulsten, Alina Toby, Felix Langer, Uwe Hoffstede, Daniel Hau, Dominik Manteuffel

 

Versuchsergebnisse aus dem ReBi-Projekt mit einer Technikumsbiogasanlage zeigen, dass durch die Anpassung der Anlagenkonzeption mit entsprechender Prozessführung/Prozessstufenentkopplung eine steuerbare Biogasproduktion möglich ist. Diese ermöglicht es den für eine gesteuer-te/bedarfsgerechte Verstromung notwendigen Biogasspeicherbedarf vor Ort deutlich zu reduzieren und führt zu einer insgesamt höheren Flexibilität der bedarfsorientierten Biogasbereitstellung. Zwar belegen die Versuchsergebnisse vielversprechend die prinzipielle Möglichkeit einer am Bedarf orientieren Biogasproduktion, jedoch ist es erforderlich, diese Versuche an einer Biogasanlage in einem größeren Maßstab zu wiederholen um gesicherte Aussagen über die Umsetzbarkeit an großtechnischen Anlagen treffen zu können.

Vor diesem Hintergrund beschreibt die vorgelegte Skizze ein Forschungsprojekt, das sich zur Aufgabe macht, die Versuchsergebnisse der gesteuerten Biogasproduktion durch ein angepasstes Anlagenkonzept vom Technikumsmaßstab in den praxisnahen Demonstrationsanlagenbetrieb zu überführen. Ziel ist es, die Ergebnisse, die mit der Technikumsbiogasanlage durch die ausschließliche Vergärung von Maissilage erzielt wurden, durch die Vergärung eines in der Praxis üblichen Mixes an landwirtschaftlichen Substraten aus Gülle, Mais und Ganzpflanzensilage hinsichtlich der Übertragbarkeit auf großtechnische Biogasanlagen zu überprüfen. Darüber hinaus wird darauf abgezielt, die gesteuerte Biogasproduktion durch das ReBi-Biogasanlagenkonzept im Technikumsmaßstab auf ein breites Substratspektrum, mit besonderer Beachtung schwer vergärbarer Substrate (z. B. Stroh), auszudehnen.

Eine Wirtschaftlichkeitsuntersuchung des ReBi-Verfahrens, die heute mögliche Erlösmöglichkeiten durch den Stromverkauf an der Strombörse EEX sowie den Bezug der Flexibilitätsprämie berücksich-tigt, ermöglicht es, geeignete Anlagenstandorte und Geschäftsmodelle für den praktischen Einsatz der Anlage zu identifizieren. Dies erlaubt es das zukünftige Marktpotential der gesteuerten Biogasproduktion mit dem ReBi-Verfahren abzuschätzen.