/  1.1.2016  -  28.2.2017

Szenarienvergleich der Sektorübergreifende Energiewende

Agora – Sektorübergreifende Energiewende

Projektpartner

Fraunhofer IEE (ehemals Fraunhofer IWES)

Auftraggeber

Agora Energiewende

Laufzeit 01.01.2016 - 28.02.2017
Bearbeiter Fabian Sandau, Norman Gerhardt

 

Die energiepolitischen Ziele stellen zweifelsohne eine große Herausforderung dar. Jedoch mangelt es an transparenten Analysen, welche einzelnen Schritte zu ihrer Erreichung bzw. zur Absicherung ihrer Erreichbarkeit notwendig sind. Für die Energiewende existieren einerseits EE-Ziele für den Stromsektor für einzelne Stützjahre bis 2050. Damit verbunden ist aber keine Definition zur Höhe des Stromverbrauchs. Auf der anderen Seite sind sektorenübergreifende Ziele zur Treibhausgasminderung definiert, welche sich damit auch indirekt auf die notwendigen Ziele in den einzelnen Energiesektoren und damit insbesondere auf die Fragen der Verbrauchsreduktion und Elektrifizierung auswirken.

Ziel des Projektes ist es Mindestausbauniveaus zum Einsatz von Schlüsseltechnologien zu identifizieren. Dabei bestehen einerseits für langfristige Ziele zwei grundsätzlich stark unterschiedliche Zielniveaus (-80% bis -95% THG-Reduktion). Auf der anderen Seite stehen aktuell im Mittelpunkt der klimapolitischen Diskussion die mittelfristigen Ziele für 2030.

Auf Basis verschiedener vergleichbarer Szenarien und eigener Simulationsrechnungen sollen Einflussgrößen auf die notwendige Durchdringung der Schlüsseltechnologien ermittelt werden. Ziel ist es dabei ein besseres Verständnis für die Abhängigkeiten zwischen den Zielen 2030 und 2050 zu vermitteln. So kann vermieden werden, dass zukünftige Optionen etwa zur Zielerfüllung auch am ambitionierten Rand der Zielspanne für 2050 nicht verbaut werden (Vermeidung von »lock-in«-Entscheidungen). Die Studie fokussiert auf den Gebäudebereich und den Individualverkehr und damit auf den Beitrag dieser Bereiche zur Erreichung dieses Ziels. Die Differenz zwischen Zielszenarien  auf der einen Seite und Trend- oder BAU-Szenarien auf der anderen Seite stellt die Basis für Handlungsempfehlungen dar, um entsprechende Mindestausbauniveaus der Zielszenarien zu erreichen.