/  01. Januar 2001  -  31. Dezember 2005

Energetische Biomassenutzung mit Wärmekraftmaschinen

Dr. B. Krautkremer (Projektleiter)

Laufzeit:  1.1.2001 - 31.12.2005
Bearbeiter:  Dr. Bernd Krautkremer (Projektleiter)


Die geforderten Ansätze zur Erschließung erneuerbarer Energien für die Produktion von Wärme und Elektrizität führen im Bereich der Biomasse, aufgrund des geringen Energieinhaltes, zwangsläufig zu einer Dezentralisierung der Anlagen. Dies gilt besonders für die Biogaserzeugung. Im Gegensatz zu großen, zentralen Anlagen besteht bei der dezentralen Biogaskonversion in Kleinanlagen ein erhebliches Wissensdefizit hinsichtlich des Betriebsverhaltens der Anlagen, insbesondere vor dem Hintergrund der Forderung nach niedrigen spezifischen Investitionskosten, die aufwändige Verfahrenstechniken verbieten und Standardprozesse erfordern. Biogas unterscheidet sich von Erdgas hauptsächlich durch einen geringeren, meist schwankenden Heizwert, sowie Verunreinigungen und Wasserdampf. Es ergeben sich dadurch Schwierigkeiten bei der Einhaltung der zum jeweiligen Brennverfahren erforderlichen stöchiometrischen Verhältnisse und damit verbundene Schadstoffprobleme. Da diese Zusammenhänge sowohl prozess- als auch anlagenspezifisch sind, gilt es, eine Datenbasis zu schaffen, die die Auswahl und Auslegung künftiger dezentraler Blockheizkraftwerke vereinfacht. Ziel der Forschungsaktivitäten des Fraunhofer IEE (früher ISET) ist die Ertüchtigung existierender Energiewandlungs-aggregate für die Belange der Konversion von Biogas aus dezentralen Anlagen. Ein wesentlicher Punkt ist hier die Erweiterung der Wärmenutzungsmöglichkeiten. Die Möglichkeit einer schnellen Installation und eines störungsfreien, wartungsarmen Betriebes soll gewährleistet sein. Weiterhin werden die realisierbaren Anwendungsgrenzen verschiedener Wandlungsaggregate eruiert und gegeneinander abgewogen.