Research at alpha ventus: Koordination des Offshore-Forschungsprogramms des BMU  /  1.1.2007  -  30.6.2012

RAVE

Dr. K. Rohrig, Dr. B. Lange, M. Durstewitz, E. Otto, D. Callies, S. Faulstich, M.l Scheibe, S. Spriestersbach

Partner
BSH, DEWI, ForWind, Germanischer Lloyd, Windtest KWK
Auftraggeber

BMU

Laufzeit 01.01.2007 - 30.06.2012
Bearbeiter Dr. Kurt Rohrig (Projektleiter), Dr. Bernhard Lange, Michael Durstewitz, Eva Otto, Doron Callies, Stefan Faulstich, Michael Scheibe, Susann Spriestersbach

 

Die Offshore-Strategie der Bundesregierung hat zum Ziel, bis zum Jahr 2030 Offshore-Windparks mit einer installierten Leistung von insgesamt 20 bis 25 GW zu errichten. Für den Beginn dieser Entwicklung unterstützt das Bundesumweltministerium (BMU) das das Offshore-Testfeld »alpha ventus« durch eine umfangreiche Forschungsinitiative.

Damit die deutsche Windenergieindustrie den größtmöglichen Nutzen aus dem Testfeld ziehen kann, hat das BMU im September 2007 eine 50 Mio. Euro-Initiative mit verschiedenen Forschungsprojekten gestartet, die den Bau und den Betrieb des Testfeldes begleiten werden.

Die deutschen Mitgliedsinstitute der EAWE haben diese Initiative maßgeblich mitgestaltet. Das Fraunhofer IEE (früher ISET) leitet das Koordinationsprojekt, mit dem die einzelnen, assoziierten Forschungsprojekte optimal vernetzt und repräsentiert werden können.

Im Sommer 2008 soll 45 km nördlich von Borkum der Bau der insgesamt zwölf Anlagen beginnen, die zusammen eine installierte Leistung von 60 MW haben werden. Das Testfeld wird dabei mit umfangreicher Messtechnik ausgestattet, um alle beteiligten Projekte mit detaillierten Daten versorgen zu können.

Im Rahmen des gesamten Forschungsprogramms wurden von den verschiedenen Instituten und Unternehmen bisher Projekte zu den folgenden Themen beantragt und vorbereitet:

  • Durchführung der gemeinsamen Messungen und Datenmanagement
  • Belastung, Modellierung und Weiterentwicklung der verschiedenen Komponentenvon Offshore-Windenergieanlagen
  • Monitoring der Offshore-Windenergienutzung in Deutschland – »Offshore-WMEP«
  • Netzintegration der Offshore-Windenergie
  • Weiterentwicklung von LIDAR-Windmessverfahren
  • Zyklische Belastung von Offshore-Gründungskonstruktionen
  • Messung der Betriebsgeräusche und Modellierung der Schallübertragungzwischen Turm und Wasser
  • Ökologische Forschung

Die wichtigste Aufgabe des Koordinationsprojekts ist es, für die assoziierten Projekte die Struktur eines gemeinsamen, starken Programms bereitzustellen. Um Synergien nutzen zu können und die Qualität der Ergebnisse zu erhöhen, wurde ein abgestimmtes Konzept für die Zusammenarbeit der verschiedenen Projekte im Testfeld entwickelt. Die zentralen Arbeitspakete des Koordinationsprojekts sind die organisatorische und die wissenschaftliche Vernetzung der einzelnen Forschungsprojekte, die gemeinsame Öffentlichkeitsarbeit sowie die Planung und Koordination des gemeinsamen Messbetriebs.

Diesen Aufgaben dienen auch die folgenden Elemente: Einrichtung eines Koordinationsgremiums, Kommunikation und Mediation innerhalb des Programms, Interessenvertretung nach außen, Organisation von Fach-Workshops und wissenschaftliche Konferenzen. Darüber hinaus informiert das Koordinationsprojekt die Öffentlichkeit, Politik, Ministerien und Wissenschaft über die Forschung am Offshore-Testfeld.