/  1.9.2019  -  31.8.2022

SysAnDUk

Systemdienliche Anforderungen an Dezentrale Erzeugungsanlagen zur Unterstützung in kritischen Netzsituationen und des Netzwiederaufbaus

Förderer
Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWI)
Projektpartner DUtrain, Enercon, Westnetz (assoziiert)
Laufzeit 1.9.2019 - 31.8.2022
Bearbeiter Holger Becker, Rafael Fritz, Jonas Koch, Sven Liebehentze, Denis Mende, Jonathan Schütt

 

Kritische Netzzustände wie der gestörte Betrieb, der unmittelbaren Handlungsbedarf zur Gefahrenabwehr erfordert, oder im Extremfall der Netzwiederaufbau nach einem großflächigen Blackout, stellen besondere Anforderungen an die Netz- und Systemführung von elektrischen Übertragungs- und Verteilnetzen. Den Netzbetreibern stehen in diesen Situationen nach dem Energiewirtschaftsgesetz zur Gefahrenabwehr, im Vergleich zum Normalbetrieb, zusätzliche Handlungsoptionen und Maßnahmen zur Vermeidung einer Störungsausweitung und somit zur Stabilisierung des Systemzustandes zur Verfügung. Gleiches gilt für den Netzwiederaufbau. Dazu wird heute auf der Erzeugungsseite überwiegend auf den konventionellen Kraftwerkspark zurückgegriffen, der die erforderlichen Systemdienstleistungen bereitstellen kann. Eine geplante und koordinierte Zuhilfenahme von dezentralen Erzeugungsanlagen (DEA), die sich in Deutschland aktuell mehrheitlich aus Photovoltaik- und Windenergieanlagen zusammensetzen, ist momentan nur eingeschränkt möglich und findet nur bedingt statt.

Die durch die Verdrängung konventioneller Kraftwerke entstehende Lücke an systemdienlichen Funktionalitäten soll durch dieses Projekt reduziert und im Idealfall geschlossen werden. Dazu erfolgen zunächst eine Bestimmung und Quantifizierung des zukünftigen Bedarfes an systemdienlichen Eigenschaften und im Anschluss ein Abgleich mit den technischen Möglichkeiten von DEA. Darauf aufbauend werden die technischen Voraussetzungen aufgezeigt, unter denen entsprechende Kraftwerkseigenschaften realisiert und für die Netz- und Systemführung nutzbar gemacht werden können.